Anneliese Senger Stiftung
Ihre Inhalte und Zwecke – über die Stiftung

Die Anneliese Senger Stiftung wurde im Jahr 2006 in München als Gemeinnützige, rechtsfähige Stiftung gegründet und von der Stiftungsaufsicht der Regierung von Oberbayern anerkannt. Der Stiftungszweck teil sich in zwei Bereiche auf: Der eine bezweckt die Unterstützung bedürftiger Kinder und Jugendlicher. Der zweite Stiftungszweck beinhaltet, sich um das Leben und das Werk des Bildhauers Maximilian von Widnmann, ehemaliger Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München, zu kümmern, sein Andenken zu wahren und seinen künstlerischen Nachlass zu sichern.

Foto links: Anneliese Senger in Miesbacher Tracht, © Anneliese Senger Stiftung
Foto rechts: Großmutter Anna, Max Widnmanns Tochter, mit ihren Enkelkindern Anneliese, Carl und Marianne;
© Anneliese Senger Stiftung.

Urenkelin Max von Widnmanns und Stifterin:
Anneliese Senger – über die Stifterin

Die Stifterin Anneliese Senger kam am 23. Juli 1920 in München zur Welt. Sie errichtete die nach ihr benannte Stiftung aus den Mitteln ihres Privatvermögens zu ihren Lebzeiten. Anneliese Senger ist die Urenkelin des Bildhauers und Akademieprofessors Maximilian von Widnmann. Daher auch ihr Anliegen im zweiten Stiftungszweck, nämlich das Andenken an ihren Urgroßvater und dessen künstlerisches Werk zu wahren.

Anneliese Senger wuchs mit ihren Geschwistern Marianne und Carl in München auf. Ihr Vater war promovierter Mediziner im Fachbereich Innere Medizin. Die Familie unternahm gemeinsam viele Ausflüge, Städtereisen und Sommerfrischen in den Bergen. Ihr jüngerer Bruder Carl, der 1925 auf die Welt kam, wurde sehr jung als Soldat eingezogen und kehrte aus diesem Krieg nicht mehr zurück. Ihre ältere Schwester Marianne studierte Medizin wie der Vater und wurde Kinderärztin.
Anneliese Senger machte im Schuljahr 1938/39 Abitur, studierte in München und wurde Apothekerin, obwohl ihre Leidenschaft eigentlich der Kunst galt. Ihr Vater Carl starb früh: Er wurde von den Nazionalsozialisten verhaftet und ins Gefängnis Stadelheim gebracht, da er allen Verletzten und Kranken – gleich welcher Herkunft und welcher Religion – ärtzliche Hilfe geleistet hatte. Dort wurde er ermordet. Seine Ehefrau und seine zwei Töchter blieben bis zum Tod der Mutter zusammen.

Foto links: Vater Dr. Carl Senger und seine Kinder Marianne, Carl und Anneliese (von links nach rechts) bei einem Osterausflug in Blaubeuren, © Anneliese Senger Stiftung;
Foto rechts: Famillie Senger mit Mutter Marianne, Tochter Anneliese, Sohn Carl, Tochter Marianne und Vater Carl (von links nach rechts) vor dem Blomberghaus im Sommer 1935, © Anneliese Senger Stiftung.

Fotos: Max von Widnmann und Katharina Widnmann, seine Ehefrau. © Anneliese Senger Stiftung

2006

Die Anneliese Senger Stiftung wird gegründet.

2007/2008

Der erste Vorstand konstituiert die Stiftung.

2009

Neuer Stiftungsvorstand nimmt seine Arbeit auf und startet erste Aktivitäten. Anneliese Senger zieht sich aus Altersgründen aus dem Vorstand zurück und überträgt die Aufgaben.

2010

Die Fred- und Carla Lottberg Stiftung, die integrative Montessori Schule an der Balanstraße und das Ambulante Kinderhospiz in München werden unterstützt. Beginn der Werkserfassung Max von Widnmanns Arbeiten.

2011

Bestandaufnahme: Der Architektur- und Luftbildfotograf Herbert Stolz wird von der Stiftung beauftragt, alle öffentlich zugänglichen Werke Widnmanns zu fotografieren. Eine Doktorarbeit, unterstützt von der Stiftung, über den Bildhauer wird begonnen.

2012

Die Recherche-Arbeit rund um Max von Widnmann läuft auf Hochtouren. Es werden zahlreiche Informationen für eine umfassende Website zusammengetragen. Erste Funde in Drittbesitz werden entdeckt und angeschafft.
Es beginnt die Veranstaltungsreihe zum 200. Geburtstag.

2013

Die Website geht on Air. Die Stiftung nimmt am Münchner StiftungsFrühling teil.

2014

"Maximilian von Widnmanns Erinnerungen" werden veröffentlicht,
Hrg.: Anneliese Senger Stiftung, München 2014.
ISBN 9783735718211

2015

Die Stiftung nimmt am Münchner StiftungsFrühling teil und stellt bei einer Stadtführung Widnmanns Denkmäler vor.

2016

Die kunsthistorischen Arbeiten zu Widnmanns Werken bringen immer wieder Verloren-Geglaubtes zutage.

2017

Die Dissertation mit dem Titel: Max von Widnmann und seine Denkmäler: zu Werk und Rezeption eines Münchner Bildhauers des Klassizismus von Charlotte Meinardus-Stelzer {LMU München, Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften, 2017} erscheint.

2019

Der Werkskatalog zu Widnmanns Arbeiten erscheint.