Thalia, die Theaterallegorie, auf dem Dach des Gärtnerplatz Theaters in München

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Auf dem Mittelrisalit des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz steht sie, die Theaterallegorie, modelliert von Max von Widnmann. Widnmann schrieb in seinen Erinnerungen, sie sei 1865 als acht Fuß große Statue in Kalkstein von ihm ausgeführt worden.

Aus der Leipziger Zeitung vom 26. September 1869:

"Die Muße der Komödie "Thalia" von Widnmann in München schaut so verzweifelt ernst darein, als ob ihr der beste Lustspielstoff abhanden gekommen wäre und was die "Dädalusgruppe" von Brugger in München betrifft, so verkennen wir die Tiefe der Anschauung und den ganzen Adel der Konzeption keineswegs, halten aber gleichwohl dafür, dass ihr etwas mehr Leben und bewegung nicht schaden könnte."

Wer ist eigentlich Thalia?

Thalia, eine der neun Musen in der griechischen Mythologie, kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „blühendes Glück, fröhliches Gelage, Fest“. Komische Dichtung und Unterhaltung werden ihr zugeschrieben. Später galt sie auch allgemein als Beschützerin der Theaterspielstätten.

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Steckbrief

Thalia
WV-Nr. 19

Entsehungszeit: 1865
Entwurf/Material: Kalkstein
Ausfürhung/Material: Marmor
Standort: Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz, Mittelrisalit